Stellenbeschreibung
Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde mit Sitz in Berlin. Als Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie forschen, prüfen und beraten wir zum Schutz von Menschen, Umwelt und Sachgütern. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit in Materialwissenschaft, Werkstofftechnik und Chemie steht die technische Sicherheit von Produkten und Prozessen.
Im europäischen Projekt MaterialsCommons entwickelt die BAM gemeinsam mit internationalen Partnern eine föderierte digitale Forschungsinfrastruktur für die Materialwissenschaften. Ziel ist der Aufbau interoperabler, vertrauenswürdiger Datenräume, in denen wissenschaftliche und industrielle Akteure Daten, Workflows und digitale Werkzeuge sicher und nachhaltig teilen und nutzen können. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Etablierung semantischer Interoperabilität sowie FAIR-konformer und KI-nutzbarer Daten- und Wissensstrukturen als Grundlage einer vernetzten Forschungs- und Innovationslandschaft.
Im Zentrum der Tätigkeit steht die Konzeption semantischer Wissensmodelle für die digitale Materialforschung an der Schnittstelle von Materialwissenschaften und Knowledge Engineering im Kontext föderierter Dateninfrastrukturen. Gemeinsam mit wissenschaftlichen und industriellen Partnern werden fachliche Anforderungen entlang konkreter Use Cases erhoben, analysiert und in formale Wissensrepräsentationen überführt. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung und Integration semantischer Modelle in Ontologien und Wissensgraphen als semantische Schicht föderierter Datenökosysteme. Ziel ist die Harmonisierung und interoperable Nutzung von Forschungsdaten im europäischen Forschungsraum.
Werden Sie Teil unseres Teams von engagierten Mitarbeitenden!
Promovierte*r wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in Semantic Knowledge Engineering & Interoperabilität in Materials Science
Berlin
Organisationseinheit: Vizepräsident
Wissenschaft / Forschung
Vollzeit / Teilzeit möglich
Startdatum: ab sofort
Zeitvertrag bis zum 31. Mai 2030
Kennziffer: J000000161
E 13 TVöD
Konzeption, Durchführung und Moderation strukturierter Use-Case Anforderungserhebungen und -analysen mit wissenschaftlichen und industriellen Stakeholdern (Interviews, Workshops, Community-Formate)
Übersetzung der Ergebnisse in formale Spezifikationen und Interoperabilitätsanforderungen (u. a. User Stories, Competency Questions, Modellierungsanforderungen)
Analyse, Strukturierung und Generalisierung domänenspezifischer Konzepte, Entitäten, Prozesse und Rollen zur Entwicklung wiederverwendbarer semantischer Muster
Entwicklung, Pflege und Integration von Ontologien und Wissensgraphen unter Nutzung etablierter Upper Ontologies (z. B. BFO, PMDco, EMMO)
Analyse, Auswahl und Integration bestehender Ontologien, Taxonomien und Terminologien in eine konsistente semantische Architektur
Konzeption und Umsetzung semantischer Mappings, Alignments und Transformationsregeln zwischen Ontologien und heterogenen Datenmodellen
Definition und Begleitung FAIR-konformer Repräsentations- und Serialisierungsstrategien (RDF/RDFS, OWL, JSON-LD, SHACL)
Konzeption und Mitgestaltung semantischer Such-, Navigations- und Visualisierungskonzepte für Forschungsdateninfrastrukturen auf Basis der entwickelten Wissensmodelle
Konzeption und Durchführung von Disseminations-, Trainings- und Community-Aktivitäten zur Etablierung semantischer Standards in Forschung und Industrie
Erstellung von Dokumentationen, Leitfäden, wissenschaftlichen Publikationen, Präsentationen sowie Beiträgen auf Fachkonferenzen, Workshops und weiteren Kommunikations- und Transferformaten
Sehr gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master / Diplom) in Materialwissenschaften, Physik, Informatik, Data Science, Informationswissenschaften oder vergleichbar, ergänzt durch eine sehr gute Promotion
Nachweisbare Expertise in Ontology Engineering und Semantic Technologies...